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Nicht gelebte Linkshändigkeit oder: Die Verschwendung von Potenzial

Leider ist heutzutage immer noch viel zu wenig bekannt, dass Kinder, die ihre Linkshändigkeit nicht leben können oder dürfen, den Schulalltag häufig als einen Raum voller Zwänge und Misserfolge erfahren.

 

Einiges deutet darauf hin, dass in vielen Fällen auch den sogenannten Lernstörungen bzw. Teilleistungsstörungen wie LRS, Dyskalkulie und AD(H)S eine unerkannte und damit nicht gelebte Linkshändigkeit zugrunde liegen könnte.

 

Wussten Sie, dass ...
... aufgrund der Dominanz einer Hirnhälfte die Händigkeit eines Menschen angeborenen ist und sich nicht ändern lässt?

 

... heute schätzungsweise jeder Vierte ein „erkannter“ Linkshänder ist und die Wissenschaft sogar davon ausgeht, dass Händigkeit zu gleichen Teilen vererbt wird, d.h. 50% der Bevölkerung als Linkshänder auf die Welt kommen?

 

Warum gibt es derart viele unerkannte Linkshänder?

 

Ganz einfach: Weil unsere Welt vorrangig auf die Bedürfnisse von Rechtshändern ausgerichtet ist. So ist z.B. die Funktionsweise der meisten Gebrauchsgegenstände ergonomisch auf die Benutzung durch die rechte Hand abgestimmt. Linkshänder werden außerdem häufig als solche gar nicht erkannt, weil Kleinkinder bevorzugt durch Nachahmung (Spiegelneuronen) lernen. Dies kann schon sehr früh die wahre Handdominanz „verschleiern“ und Eltern, Erzieher und Pädagogen bei der eindeutigen Bestimmung der dominanten Hand des Kindes verunsichern.

 

Warum braucht ein linkshändiges Kind besondere Unterstützung?

 

Für ein Kind mit einer nicht gelebten Linkshändigkeit gestaltet sich der Alltag als ständige Herausforderung. Auf seine Intuition scheint es sich nicht verlassen zu können und in besonders schwerwiegenden Fällen gibt es so gut wie nichts, was einem nicht erkannten Linkshänder leicht von der Hand geht. Da hilft auch kein Anstrengen und Bemühen, um alles so wie die Rechtshänder zu machen. Aus einem linkshändigen Kind kann nun einmal kein Rechtshänder werden, auch wenn man es mit der rechten Hand schreiben gelehrt hat und es andere Tätigkeiten ebenfalls rechts ausübt.

 

Aber das ist noch nicht alles: Eine (womöglich gar nicht beabsichtigte) Umschulung auf die rechte Hand bedeutet einen gravierenden Eingriff in die Funktionsweise des Gehirns und sollte deshalb möglichst vermieden werden, um die zwangsläufig auftretenden physischen und psychische Auswirkungen zu vermeiden.

 

Dabei gilt: Eine gezielte Unterstützung im Alltag, sei es in der Schule oder beim Ausüben von Sport, Musik oder Kunst, sollte immer der wahren Händigkeit eines Kindes entsprechen. Dies ist deshalb so wichtig, weil es nur so in der Lage sein wird, sein angeborenes Potenzial bestmöglich auszuschöpfen.

 

Wie lässt sich die wahre Händigkeit eines Kindes feststellen?

 

Eine Feststellung der wahren Händigkeit sollte spätestens dann erfolgen, wenn ein Kind nach dem 4. Lebensjahr immer noch einen häufig wechselnden Handgebrauch zeigt oder seine Händigkeit vor Schuleintritt nicht klar ersichtlich ist. Es ist wichtig, in diesen Fällen eine professionelle Beratung zu suchen und die Händigkeit von einem Experten feststellen zu lassen.

 

 

Buchtipp:

 

Eine hilfreiche Einführung in den ursächlichen Zusammenhang zwischen Schulproblemen und einer nicht erkannten bzw. nicht gelebten Linkshändigkeit erfolgt in dem Buch

 

Nicht gelebte Linkshändigkeit - Nicht genutzte Potentiale, Mühlhäuser/Rollbeck, Kairos Verlag, ISBN 978-920523-13-2)

 

 

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Inhaberin + Leitung

Dr. Andrea Gillert

 

Systemisch-Integrativer Coach (SIC®)

 

 

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